Inhalt oder Verpackung?

Die Gemeinde Coswig feierte den Weihnachtsgottesdienst mit Bezirksapostel Wilfried Klingler. Weihnachten in Familie – so könnte man die Atmosphäre umschreiben, in der der Bezirksapostel an das größte Geschenk erinnerte, welches die Menschheit in der Geburt Jesu von Gott erhalten hat.

„… und wir haben gesehen und zeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat zum Heiland der Welt…“

1. Johannes 4, Vers 14

Damals in Bethlehem war nichts von Romantik zu spüren – kein heller Stall, keine niedliche Krippe, keine sichere Zuflucht für die hochschwangere Maria und Josef. Gott kam in die Armut der Menschen und nur wenige erkannten in ihm den Heiland der Welt.

Während seiner späteren Wirksamkeit tat man Jesu Wirken mit dem Ausspruch ab: „Was kann aus Nazareth Gutes kommen?“ Petrus konnte sagen: „Wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist.“ Dank der Hilfe Gottes konnte er durch das Natürliche hindurch das Himmlische erkennen.

Erkennen wir in unserer heutigen Zeit Christus, den Erlöser, den Heiland der Welt? Ist Jesu pulsierendes Leben in der Gemeinschaft, im Gesang, im Gebet – auch bei unseren Kindern für Andere erkennbar? Schaffen wir diese inneren Werte durch Blick auf Jesus in uns, dann können wir seinen Frieden in uns erleben.

Apostel Jens Korbien lenkte in seinem Predigbeitrag den Blick auf die Art und Weise, mit der wir uns Geschenken nahen. Einige Menschen packen das Geschenk sehr vorsichtig aus, um nur nicht die schöne Verpackung zu beschädigen. Kinder hingegen machen meist „ratsch“, und die Verpackung fliegt weg. Hier können wir von den Kindern lernen: Ran an den Inhalt und nicht bei Äußerlichkeiten verharren!

Evangelist Gerald Müller, Vorsteher der Gemeinde, vertiefte den Gedanken: Christus, der Retter ist da! Das Geschenk Gottes in seinem Sohn war keine Mogelpackung! Vertrauen wir deshalb Jesu und lassen IHN König in unserem Herzen sein – nicht nur zu Weihnachten. Jederzeit mit Christus zu leben bedeutet, sein Mahl zu feiern, sein Werk und Wesen zu verkörpern und die Gemeinschaft zu pflegen.

Mit der Freisprache von den Sünden, der Feier des Heiligen Abendmahles, welches dann auch die beiden Bezirksältesten für die Entschlafenen nahmen, ging dieser besondere Weihnachtsgottesdienst zu Ende.

Text: UB & FR Bilder: M.Z.